Riichi-Bedingungen im Mahjong: Genau 1.000 Punkte, Einsatz bei Remis und Furiten
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Wenn man Mahjong lernt, ist Riichi das verlässlichste Yaku. Die Bedingungen lauten: geschlossene Hand im Tenpai, mindestens 1.000 Punkte und mindestens 4 verbleibende eigene Züge; bei Ansage zahlt man 1.000 Punkte als Einsatz. In der Praxis gibt es Grenzfälle: Man hat genau 1.000 Punkte, das Spiel endet unentschieden oder man übersieht einen Gewinnstein.
Dieser Artikel fasst die Riichi-Regeln für genau diese 3 Zweifelsfälle zusammen.
Riichi bei genau 1.000 Punkten
Abbildung 1 als Text
Hand: 5m 6m 2p 3p 4p 7p 8p 9p 2s 3s 4s Weiß Weiß
Wartet auf: 4m, 7m
Hervorgehobene Steine: 5m, 6m
Notation: 56m234789p234s55z
In dieser Abbildung bilden 5 Man und 6 Man eine beidseitige Warteform auf 4 Man oder 7 Man im Tenpai. Da es eine geschlossene Hand ohne Ansage ist, kann man Riichi ansagen, wenn Punkte und verbleibende Züge ausreichen.
Die Punktebedingung verlangt 1.000 Punkte oder mehr, daher darf man auch bei genau 1.000 Punkten Riichi ansagen. Da man 1.000 Punkte als Einsatz zahlt, sinkt der Punktestand auf 0 Punkte. Gewinnt man selbst, erhält man den Einsatz samt Gewinnpunkten; gewinnt ein anderer, geht der Einsatz von 1.000 Punkten an ihn.
| Punktestand | Riichi | Nach der Ansage |
|---|---|---|
| Mehr als 1.000 Punkte | Ansage möglich | 1.000 Punkte Einsatz aus dem Vorrat zahlen |
| Genau 1.000 Punkte | Ansage möglich | Einsatz zahlen, Punktestand wird 0 |
| Unter 1.000 Punkte | Keine Ansage möglich | Als geschlossene Hand im Tenpai bleiben |
Unter 1.000 Punkten ist trotz Tenpai kein Riichi möglich. Beachten Sie, dass Ron ohne anderes Yaku in der Hand ausgeschlossen ist. Zieht man den Gewinnstein mit einer geschlossenen Hand selbst, erhält man das 1-Han-Yaku Menzenchin Tsumohou und gewinnt per Tsumo.
Ob man bei wenigen Punkten Riichi wählt, entscheidet man anhand der Zahl der noch vermuteten Wartesteine und der verbleibenden Züge. Da Riichi keinen Gewinn garantiert, sollte man vor der Ansage den eigenen Abwurf und die Abwürfe der Gegner prüfen und sichtbare Wartesteine zählen.

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Die gelesene Taktik lässt sich am besten im echten Spiel festigen. Gegen den Computer kann man auch ganz ohne Internetverbindung in aller Ruhe allein spielen.
Was bei einem Remis mit dem Einsatz geschieht
Den Einsatz von 1.000 Punkten für Riichi erhält, wer in diesem Spiel gewinnt. Bei eigenem Gewinn bekommt man ihn zurück; gewinnt ein anderer Spieler, geht er an diesen.
Endet das Spiel unentschieden ohne Gewinner, erhält nach üblicher Regel niemand den Einsatz. Er bleibt auf dem Tisch und wird in das nächste Spiel übernommen. Wer das nächste Spiel gewinnt, erhält die Einsätze gebündelt.
Sagt man etwa in Ost 2 Riichi an und es folgt ein Remis, und in Ost 3 sagt jemand Riichi an mit erneutem Remis, liegen 2.000 Punkte als Einsatz auf dem Tisch. Wer in Ost 4 gewinnt, erhält zum Gewinn diese 2.000 Punkte dazu. Mit angesammelten Einsätzen steigt der Wert eines Gewinns entsprechend. Bleiben Einsätze bis zum Partieende unbeansprucht, hängt die Handhabung vom Regelwerk ab.
Verpassen nach Riichi und Furiten

Abbildung 2 als Text
Hand: 2m 3m 3p 4p 5p 6p 7p 8p 3s 4s 5s Ost Ost
Gezogen: 9p
Wartet auf: 1m, 4m
Hervorgehobene Steine: 2m, 3m
Notation: 23m345678p345s11z gezogen 9p
Hier wurde nach Riichi eine 9 Pin gezogen. Da die Wartesteine 1 Man und 4 Man sind, ist 9 Pin kein Gewinnstein und wird direkt per Tsumogiri abgelegt. Da die Hand nach Riichi nicht mehr verändert werden darf, wiegt das Übersehen eines Gewinnsteins schwer.
Nimmt man an, ein anderer Spieler legt 1 Man ab und man sagt kein Ron an: Nach üblicher Regel führt das Auslassen zum Zustand Furiten, wodurch Ron gesperrt ist. Ohne Riichi endet Furiten mit dem nächsten eigenen Abwurf. Nach Riichi bleibt die Hand unveränderlich, sodass bis zum Spielende weder mit 1 Man noch mit 4 Man per Ron gewonnen werden kann.
Furiten tritt auch ein, wenn auch nur 1 Wartestein im eigenen Abwurf liegt. Hätte man 1 Man oder 4 Man zuvor abgeworfen, wäre Ron schon vor Riichi gesperrt gewesen. Vor der Riichi-Ansage sollte man stets prüfen, ob ein Wartestein im eigenen Abwurf liegt.
Wer solche Abläufe in Ruhe gegen den Computer üben möchte, kann ein Mahjong-Spiel wie Jankokushi nutzen, um allein gründlich Partien zu viert zu spielen.
Auch im Zustand Furiten kann man per Tsumo gewinnen, wenn man den Gewinnstein selbst zieht. Wenn man vor Riichi die Wartesteine prüft und danach jeden abgelegten Stein aufmerksam verfolgt, lassen sich Fehler vermeiden.
Häufige Fragen
Kann man auch bei genau 1.000 Punkten Riichi ansagen?
Ja. Die Bedingung lautet 1.000 Punkte oder mehr, also ist Riichi auch bei exakt 1.000 Punkten möglich. Nach Zahlen des Einsatzes sinkt der Punktestand auf 0 Punkte.
Erhält man bei einem Remis die 1.000 Punkte Einsatz zurück?
Nein. Nach üblicher Regel bleibt der Einsatz auf dem Tisch und geht an den Spieler, der in einem der folgenden Spiele gewinnt.
Was geschieht, wenn man nach Riichi einen Gewinnstein verpasst?
Die Hand gerät in Furiten, sodass man in diesem Spiel nicht mehr per Ron gewinnen kann. Tsumo beim Selbstziehen des Gewinnsteins bleibt weiterhin möglich.
Was geschieht mit einer Hand im Tenpai bei unter 1.000 Punkten?
Da Riichi nicht möglich ist, bleibt die Hand als geschlossene Hand im Tenpai. Für Ron wird ein anderes Yaku benötigt; zieht man den Gewinnstein selbst, gilt Menzenchin Tsumohou.
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